Verschiedene Bildungswege

Welche Faktoren bestimmen den Bildungsweg eines Kindes? Hier kannst du verschiedene Kombinationen ausprobieren und vergleichen. Wähle aus den verfügbaren Merkmalen und sieh dir an, was sich verändert.

Benutzerdefiniert

Benutzerdefiniert

Benutzerdefinierte Bildungswege

Volksschule AHS HS AHS Oberstufe BHS Poly BMS Austritt

Volksschule AHS HS AHS Oberstufe BHS Poly BMS Austritt

Zu bzw. wechseltn bzw. von der Volksschule ins Gymnasium.
Zu bzw. wechseltn bzw. von der Volksschule in die Hauptschule.
Zu bzw. wechseltn bzw. von der AHS Unterstufe in die Oberstufe.

Zu bzw. wechseltn bzw. von der Hauptschule in die AHS Oberstufe.
Zu bzw. wechseltn bzw. von der AHS Unterstufe in eine berufsbildende höhere Schule mit Matura.

Zu bzw. wechseltn bzw. von der Hauptschule in eine berufsbildende höhere Schule mit Matura.
Zu bzw. wechseltn bzw. von der AHS Unterstufe in eine Polytechnische Schule.

Zu bzw. wechseltn bzw. von der Hauptschule in eine Polytechnische Schule.
Zu bzw. wechseltn bzw. von der AHS Unterstufe in eine berufsbildende mittlere Schule.

Zu bzw. wechseltn bzw. von der Hauptschule in eine berufsbildende mittlere Schule.
Zu bzw. verlässtverlassen bzw. nach der AHS Unterstufe das Regelschulsystem.

Zu bzw. verlässtverlassen bzw. nach der Hauptschule das Regelschulsystem.

Achtung, dieses Ergebnis ist eine statistische Wahrscheinlichkeit und keine Darstellung von konkreten Einzelfällen! Nicht dargestellt sind Übertritte aus oder in die Sonderschulen und Schulen mit eigenem Statut.

Warum gibt es diese Unterschiede?

Bildungsstand der Eltern

Der Grad der Bildungsvererbung ist in Österreich, verglichen mit den anderen OECD Ländern, relativ hoch. Das bedeutet: Je höher der Bildungsstand der Eltern, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit eines hohen Bildungsabschlusses (Matura oder Universität) der Kinder. Der elterliche Einfluss auf den Bildungserfolg der Kinder ist ungebrochen groß. Bildung wird vererbt - junge Erwachsene folgen meist den Bildungswegen ihrer Eltern.

Die soziale Herkunft ist die zentrale Ungleichheitsdimension. Sie wirkt sich in der Bildungslaufbahn auf den Kompetenzerwerb und die Schulwahl aus. Ihre Wirkung bleibt auch bestehen, wenn alle anderen Merkmale (Geschlecht, Alltagssprache, Wohnort) gleich sind.

Schulwahl

Die wahrscheinlich wichtigste Entscheidung in der Bildungskarriere eines Kindes, die Wahl zwischen Hauptschule bzw. Neue Mittelschule und AHS, muss in Österreich bereits mit 10 Jahren getroffen werden - hauptsächlich bestimmen das die Eltern. Ist ein Bildungsweg einmal eingeschlagen, wird dieser, unabhängig von der Schulleistung, meist weiterverfolgt. Es gilt: Der Wechsel zwischen Hauptschule bzw. Neuer Mittelschule und AHS ist in Österreich zwar theoretisch möglich, in der Praxis jedoch relativ selten.

Grundsatzentscheidungen wie die Schulwahl wirken sich auf den gesamten weiteren Bildungsweg aus und hängen stark mit den elterlichen Bildungskarrieren zusammen. Die persönlichen Bildungsziele orientieren sich an den Abschlüssen der Eltern.

Schulzusammensetzung

Die Unterschiede in der sozialen Herkunft bei den Kindern einer Schule haben beträchtlichen Einfluss auf die Bildungserfolge. Bei sonst konstanten Bedingungen bedeutet das: Je höher das durchschnittliche Ausmaß von Kindern aus sozial schlechter gestellten Familien in einer Schule, desto schlechter sind die durchschnittlichen Leistungen.

Wie auch für die Schulleistungen insgesamt, beeinflusst die soziale Zusammensetzung der SchülerInnenschaft das Risiko der Kompetenzarmut. Das heißt, in Schulen mit starker sozialer Belastung erhöht sich das Risiko der einzelnen SchülerInnen, festgelegte Bildungsziele, wie etwa im PISA Test, nicht zu erreichen. Das gilt ungeachtet der individuellen Herkunftsmerkmale und Begabungen der Kinder.